Ankunft in Santiago


zurück zur Reiseübersicht Südamerika

Nach insgesamt 20 Stunden Flug ueber New York und Atlanta, sind wir sicher aber geschafft in Santiago gelandet. Verglichen mit der Groesse von Atlanta gleicht der Flughafen hier eher einer Provinzpiste und so kommen wir relativ schnell durch Einreise und Zoll. Sofort rufen wir die chilenische Niederlassung von hellmann an und muessen leider erfahren, dass Sie im Moment keine Ahnung haben, wo unsere Motorraeder stecken. Sie wollen sich jedoch um dieses "kleine Problem" kuemmern. Frustriert gehen wir in Richtung Ausgang, wo uns ungefaehr 200 Taxifahrer in persoenlichen Verkaufgespraechen eine ganz "billige" Fahrt in die Stadt verkaufen wollen. Ein noch billigeres Sammeltaxi bringt uns dann direkt zum Hostel. Das Casa Kolping International hat einen Swimmingpool, kostenlosen Internetzugang und so laesst es sich bestens akklimatisieren und auf die Motorraeder warten. Morgen schauen wir uns ersteinmal Santiago an und suchen weiter nach den Motorraedern...

..wir sind immer noch in Santiago, haben jedoch inzwischen unsere Motorraeder wieder. Die Spedition hat unsere Motorraeder dann doch eher transportiert und so waren Sie schon ein paar Tage frueher als erwartet da. Wir mussten lediglich noch einen Tag auf die Ankunft der Frachtpapiere warten. Also sind wir am naechsten Tag frueh zum Flughafen um die beiden XT´s aus dem Zoll zu holen.

Das mit den Mopeds und Zoll war gar nicht so einfach, niemand dort konnte ein Wort Englisch, aber vor allem koennen wir noch nicht gut genug Spanisch und so zog sich das Ganze ueber Stunden hin. Die Chilenen sind ueberkorrekt und lassen sich endlos Zeit, um ja alles richtig zu machen. Witzig war die letzte Ausgabestelle, ein Buero mit 5 aelteren Herren, einer Stereoanlage und Led Zeppelin auf voller Lautstaerke!!! Dann endlich wurde uns die Kiste vor den Lagerhallen unter einen Baum gestellt und wir durften, vor den erstaunten Blicken der Lagerarbeiter, die Einzelteile wieder in 2 Mopeds verwandeln.


Als wir endlich losfahren konnten waren wir natuerlich mitten in der Rush-Hour, was hier nicht sehr witzig ist und uns einiges an Nerven kostete. Hier gibt es laut Schaetzungen ca. 800 private Buslininen, also tausende von Bussen. Jeder der etwas Geld hat, kauft sich so ein klappriges Teil, haengt eine Route raus und los gehts. Dementsprechend gibt es natuerlich auch keine Fahrplaene und der Wettbewerb ist gross, denn sie versuchen sich gegenseitig mit allen Mitteln zu ueberholen, um die Fahrgaeste der naechsten Haltestelle abzugreifen. CHAOS - und wir mittendrin mit unseren XT's. Schliesslich haben wir es geschafft, sind wieder in unserem netten und ruhigen Hostel angekommen und versuchen nachwievor, den Jetlag zu besiegen, nicht um 8 Uhr abends einzuschlafen und im Morgengrauen wieder aufzuwachen. Aber Morgengrauen ist gar nicht grauenhaft, wenn man noch 10 Monate Urlaub hat und ausserdem ist hier ja Fruehling, alles duftet und blueht und so laesst es sich aushalten. Wenn wir noch die anstehenden Einladungen aller Leute annehmen wollten, so wuerden wir wahrscheinlich nie aus Santiago rauskommen - aber wir planen fuer Montag unsere Abreise aus Santiago in Richtung Pazifik. Dort geht es zu einem kleineren Dorf wo auch das Haus von Pablo Neruda steht...


Letzte bekannte Position vom 24.10.2002 : 33,4215°S 70,5593°W

top
nächster Bericht ->